Datenschutzeinstellungen

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern.

SUCHE
0

Schlafexperten-Tipps: Schlafwissen für erholsame Nächte

Kategorie:  - unbekannt -
Datum: 09.05.2026 10:09:58

Schlaf, Hormone und der Unterschied zwischen Mann und Frau

postimage

Schlafkompass für Frauen: Wissenschaftliche Einblicke und Lösungen für jede Lebensphase

1. Einleitung: Warum Schlafen keine Nebensache ist Schlaf ist weit mehr als eine bloße Unterbrechung unserer täglichen Aktivitäten; er ist ein essentielles biologisches Grundbedürfnis, das für die Regeneration des Körpers, die Aufrechterhaltung des Immunsystems und die psychische Balance unverzichtbar ist. Etymologisch betrachtet leitet sich das Wort „Schlaf“ vom altgermanischen Begriff für „schlaff werden“ ab – ein treffender Hinweis auf den deutlich reduzierten Muskeltonus, der diesen Zustand kennzeichnet. Obwohl der Mensch etwa 30 % seines Lebens schlafend verbringt, wurde dieser Zustand lange Zeit fälschlicherweise als passiv missverstanden. In meiner täglichen Beratungspraxis betone ich stets: Schlaf ist ein aktiver biologischer Prozess. Die moderne Schlafphysiologie erklärt dies über das „Zwei-Prozess-Modell“ der Schlafregulation. Hierbei wirkt einerseits das homöostatische System – der Schlafdruck –, der durch die Akkumulation von Adenosin im Vorderhirn während der Wachphase steigt. Andererseits steuert das zirkadiane System über den Nucleus suprachiasmaticus (SCN) im Hypothalamus unsere innere Uhr. Ein entscheidender Faktor ist hierbei das Tageslicht: Bereits 1,5 Stunden Lichtexposition pro Tag hemmen die Melatoninproduktion am Tag und stärken so das nächtliche Signal. Während wir tief schlafen (Stadium N3), aktiviert der Körper zudem das sogenannte glymphatische System. Dieser Prozess der „metabolischen Clearance“ fungiert als eine Art Gehirnwäsche, bei der neurotoxische Proteine wie Beta-Amyloid abtransportiert werden. Für Frauen ist diese nächtliche Reinigung von besonderer Bedeutung, da ihr Schlaf einer spezifischen biologischen Komplexität unterliegt.

2. Der feine Unterschied: Frau vs. Mann im Reich der Träume In der Schlafforschung ist belegt, dass Männer und Frauen unterschiedliche Schlafmuster aufweisen. Frauen benötigen im Durchschnitt etwa 20 Minuten mehr Schlaf pro Nacht. Die wissenschaftliche Begründung liegt in der neuronalen Architektur: Das weibliche Gehirn ist stärker auf „Multitasking“ ausgelegt. Durch die intensivere Vernetzung und das gleichzeitige Bearbeiten komplexer Aufgaben wird die Großhirnrinde tagsüber stärker beansprucht und benötigt eine entsprechend längere Regenerationsphase im Tiefschlaf. Ein oft übersehener Faktor ist die Neurochemie: Männer produzieren etwa 50 % mehr Serotonin als Frauen. Da Serotonin ein Vorläufer des Schlafhormons Melatonin ist und gleichzeitig stimmungsaufhellend wirkt, erklärt dies, warum Frauen statistisch häufiger unter mood-related sleep disturbances, also stimmungsbedingten Schlafstörungen, leiden. Merkmal Frauen Männer Durchschnittlicher Bedarf Höher (+ ca. 20 Min.) Geringer Häufige Störungen Insomnie, Restless-Legs-Syndrom (RLS) Obstruktive Schlafapnoe (OSA), Narkolepsie Physiologische Besonderheiten Hormonelle Zyklen, Multitasking-Gehirn Höhere Serotoninproduktion (+50 %) Symptomatik bei OSA Unspezifisch: Fatigue, Stimmungsschwankungen Klassisch: Lautes Schnarchen, Atemaussetzer Schlafarchitektur Höhere Spindeldichte (12–16 Hz) Höhere Prävalenz für REM-Verhaltensstörung

3. Die hormonelle Architektur des Frauenschlafs
Die Qualität des weiblichen Schlafs ist untrennbar mit den Steroidhormonen Östrogen und Progesteron verwoben. Daten der Max-Planck-Studie zeigen, dass der Menstruationszyklus die Hirnaktivität im Schlaf massiv moduliert. Ein zentrales Element sind die Schlafspindeln – kurze Episoden rhythmischer Hirnwellen im Frequenzbereich von 12 bis 16 Hz, die vor allem im Stadium N2 auftreten. Diese Spindeln korrelieren direkt mit der subjektiven Schlafqualität und sind essenziell für die deklarative Gedächtniskonsolidierung, also das Festigen von Faktenwissen. 1. Östrogen (Neurotransmitter-Modulation): Östrogen beeinflusst Botenstoffe wie Serotonin und Acetylcholin. Es wirkt stabilisierend auf die zirkadiane Rhythmik und unterstützt die Melatoninproduktion. In der follikulären Phase (niedriger Spiegel) ist die Spindelaktivität oft geringer als in der lutealen Phase. 2. Progesteron (GABA-Modulator): Progesteron wirkt über die GABA-Rezeptoren im Gehirn sedierend und angstlösend. Es reduziert die Empfindlichkeit für nächtliche Störungen (Arousals). In der zweiten Zyklushälfte (Lutealphase) steigt durch den hohen Progesteronspiegel die Spindelaktivität an, was das deklarative Lernen fördert. Ein Abfall dieser Hormone, etwa kurz vor der Menstruation, führt oft zu einer Destabilisierung der Schlafarchitektur und einer verringerten Schlafeffizienz.

4. Die Zäsur: Schlafveränderungen in den Wechseljahren
Die Menopause markiert eine drastische Veränderung. Neben vasomotorischen Symptomen (Hitzewallungen) verschiebt sich die innere Uhr in der perimenopausalen Phase um etwa eine Stunde in Richtung „Morgentyp“. Dies führt dazu, dass Frauen zwar leichter einschlafen, der Schlaf in der zweiten Nachthälfte jedoch stark fragmentiert wird. Besonders kritisch ist das Risiko für eine obstruktive Schlafapnoe (OSA). Nach der Menopause entfällt der schützende Effekt des Progesterons auf die Atemwegsmuskulatur. In der Praxis begegnet mir hier oft das Phänomen COMISA (die Kombination aus Insomnie und OSA). Frauen leiden zudem häufiger an einer „REM-bezogenen OSA“ oder einem „Upper-airway-resistance-syndrome“, welche in standardisierten mobilen Tests oft unentdeckt bleiben. Die „unsichtbaren“ Symptome der Schlafapnoe bei Frauen: • Morgendliche Kopfschmerz-Episoden und trockener Mund. • Extreme Tagesmüdigkeit (Fatigue) und Konzentrationsstörungen. • Nächtliche Albträume oder plötzliches Erwachen mit Herzrasen. • Nykturie (häufiger nächtlicher Harndrang) und Stimmungsschwankungen. • Verstärktes Restless-Legs-Syndrom (RLS).

5. Das Fundament der Nacht: Die Rolle der Schlafumgebung
Als Schlafberater weiß ich: Wissenschaftliche Erkenntnisse nützen wenig, wenn das Schlafsystem sie nicht stützt. Die biologischen Herausforderungen der Frau erfordern eine maßgeschneiderte Umgebung. Matratzen & Ergonomie Durch den Progesteronabfall in und nach den Wechseljahren verliert das Bindegewebe an Elastizität, was die Gelenkempfindlichkeit erhöht. Eine Matratze muss hier eine exzellente Punktelastizität aufweisen. Nur so kann sie den Körper so druckentlastend einsinken lassen, dass Unterbrechungen der wichtigen Tiefschlafphasen (N3) vermieden werden. Eine mangelhafte Druckentlastung führt unweigerlich zu Mikro-Arousals, die die nächtliche Regeneration sabotieren. Zudecken & Textilien Frauen in der Lutealphase oder Menopause haben eine erhöhte Körperkerntemperatur. Um den fatalen „Wipp-Effekt“ – das ständige Wechselspiel zwischen Schwitzen und Frieren – zu verhindern, sind Klimafasern oder Naturhaare wie Cashmere oder Kamelhaar obligatorisch. Diese Materialien puffern Feuchtigkeit sofort ab und halten das Mikroklima stabil, was die Schlafkontinuität massiv verbessert. Kissen & Lagerung Ein Kissen ist keine Komfortentscheidung, sondern eine physiologische Notwendigkeit. Die korrekte Kissenhöhe ist entscheidend, um das Abknicken der Atemwege zu verhindern. Besonders bei Frauen mit Neigung zum „Upper-airway-resistance-syndrome“ unterstützt die richtige Lagerung der Halswirbelsäule eine freie Atmung und reduziert die mechanische Belastung des Rachenraums.

6. Ganzheitliche Lösungsansätze: Von Therapie bis Schlafhygiene
Ein erholsamer Schlaf erfordert oft eine Kombination aus medizinischer Unterstützung und Lifestyle-Anpassungen. Bei schweren hormonellen Störungen kann eine Hormonersatztherapie (HRT) die neurobiologischen Prozesse stabilisieren. Bei Atemaussetzern bietet das AirAid-Konzept mit Unterkieferprotrusionsschienen eine diskrete und hocheffektive Alternative zur oft als belastend empfundenen CPAP-Maske. Checkliste: 5 Sofort-Tipps für besseren Frauenschlaf • [ ] Licht-Management: Sorgen Sie für 1,5 Stunden Tageslicht am Vormittag, um das Adenosin-Melatonin-System zu takten. • [ ] Temperatur-Kontrolle: Nutzen Sie Naturmaterialien im Bett, um den „Wipp-Effekt“ zu vermeiden. • [ ] Atemwege prüfen: Klären Sie morgendliche Kopfschmerzen oder Albträume fachärztlich ab (Stichwort: REM-OSA). • [ ] Regelmäßigkeit: Stabilisieren Sie Ihren SCN durch konstante Aufstehzeiten, auch am Wochenende. • [ ] Ergonomie-Check: Lassen Sie Ihre Matratze auf Punktelastizität prüfen, besonders wenn Gelenkschmerzen den Schlaf stören.

7. Fazit: Individuelle Beratung als Schlüssel Weiblicher Schlaf ist ein hochkomplexes, fein austariertes System. Die hormonellen Transformationen von der Pubertät bis zur Postmenopause erfordern keine Standardlösungen, sondern eine tiefgreifende, individuelle Analyse. Ein spezialisiertes Bettenfachgeschäft ist heute mehr als nur ein Ort des Handels – es ist ein Zentrum für Schlafphysiologie. Durch die Symbiose aus medizinischer Evidenz und hochwertiger Ergonomie schaffen wir die Basis für eine Regeneration, die Ihrer Gesundheit und Lebensqualität gerecht wird. Investieren Sie in Ihren Schlaf; er ist das Fundament Ihrer Vitalität.

Autor: Jan Lienenkämper Präventologe und Schlafberater LDT und VDB

Kategorie:  - unbekannt -
Datum: 25.04.2026 14:03:15

Chronobiologie

postimage

Schlaflos, hungrig oder glücklich?

5 überraschende Erkenntnisse über Ihren Biorhythmus

1. Der Taktgeber unseres Lebens: Warum wir den biologischen Anschluss verlieren.
Wussten Sie, dass wir durchschnittlich 27 Jahre unseres Lebens verschlafen?
In einer Welt, die niemals ruht, wirkt Schlaf oft wie ein lästiges Hindernis für unsere Produktivität. Während Sie jedoch nachts um 02:00 Uhr durch Ihren Social-Media-Feed scrollen, versucht Ihr Körper verzweifelt, ein biologisches Programm auszuführen, das vor Jahrtausenden geschrieben wurde. Wir ignorieren dabei oft unseren zirkadianen Rhythmus. Der Begriff stammt vom lateinischen „circa diem“ (ungefähr ein Tag) und beschreibt jene innere Uhr, die nahezu jeden physiologischen Prozess steuert – von der Körpertemperatur über den Blutdruck bis hin zur Hormonausschüttung. Wenn wir diesen Taktgeber missachten, riskieren wir weit mehr als nur ein paar Augenringe. Wir gefährden unsere gesamte Basis unserer Gesundheit.

2. Die Hormon-Falle: Warum Schichtarbeit und Schlafmangel hungrig machen.
Unser Stoffwechsel ist kein isoliertes System, sondern ein fein abgestimmtes hormonelles Uhrwerk. Zwei Hauptakteure dirigieren dabei unser Essverhalten: Leptin, das Sättigungshormon, das primär von Fettzellen freigesetzt wird, und Ghrelin, das in der Magenschleimhaut gebildet wird und dem Gehirn Hunger signalisiert. Unter normalen Bedingungen erreicht Leptin zwischen Mitternacht und 06:00 Uhr morgens sein Maximum, während Ghrelin kurz vor dem Frühstück peakt. Werden wir jedoch durch Schlafmangel oder Nachtarbeit gezwungen, wach zu bleiben, gerät diese Balance in eine gefährliche Schieflage. Die Forschung zeigt: Schlafmangel erhöht den Ghrelinspiegel um 25 % und senkt den Leptinspiegel um 20 %. „Wer nachts arbeitet, bekommt mehrere Probleme zu spüren. Die Nahrungszufuhr kurbelt nun die Aktivität des Magens an und bringt die des Darms zum Erliegen.  Schichtarbeitende haben auch tagsüber mehr Hunger.“ (Quelle: DKV) Zusätzlich sinkt bei Schlafentzug der sogenannte Ruheumsatz – also der Kalorienbedarf des Körpers im Ruhezustand. Der Körper greift instinktiv zu fettreichen, ungesunden Snacks, um das Energiedefizit auszugleichen, was in Kombination mit dem reduzierten Stoffwechsel unweigerlich zur Gewichtszunahme führt.

3. Der Henne-Ei-Effekt: Schlaf als psychischer Schutzschild
In der klassischen Psychologie galt Schlaflosigkeit lange Zeit nur als Symptom einer Depression. Heute wissen wir: Schlafstörungen sind oft der Prädiktor, also der Vorbote und Treiber psychischer Erkrankungen. Wer an Insomnie (chronischer Schlaflosigkeit) leidet, trägt ein viermal höheres Risiko, an einer Depression zu erkranken. Schlaf fungiert als eine Art „psychischer Schutzschild“. Eine Studie der Universität Graz belegt, dass die subjektive Schlafqualität direkt mit der psychischen Widerstandskraft korreliert. Fehlt diese Regeneration, wird der Schild brüchig. Schlafmangel manifestiert sich dabei in drei kritischen Bereichen: 
Höhere Depressivität: Trübe Stimmungen werden nicht mehr neurologisch verarbeitet, sondern verstärkt. 
Gesteigerte Ängstlichkeit: Die neuronale Erregbarkeit nimmt zu, Sorgen verselbstständigen sich. 
Tagesschläfrigkeit: Ein Erschöpfungszustand, der die kognitive Bewältigung des Alltags massiv behindert. Die gezielte Behandlung von Schlafstörungen sollte daher nicht als bloße Symptombekämpfung, sondern als primäre Prävention für die psychische Gesundheit verstanden werden.

4. Bewegung vs. Fitness: Der wahre Schlüssel zur Schlafeffizienz
Ein verbreiteter Irrtum besagt, dass man ein extrem hohes Fitnesslevel erreichen muss, um besser zu schlafen. Die Wissenschaft differenziert hier jedoch präzise zwischen dem kardiovaskulären Fitnesslevel (der VO2max, also der maximalen Sauerstoffaufnahme des Körpers) und der reinen Bewegungsdauer. Überraschenderweise zeigt die Forschung (Uni Graz/Osailan), dass die VO2max oft keinen direkten Zusammenhang mit der subjektiven Schlafqualität hat. Viel entscheidender für eine gute Nachtruhe ist die bloße Dauer der körperlichen Aktivität im Alltag. Es geht um die Schlafeffizienz – das ist das prozentuale Verhältnis der tatsächlich geschlafenen Zeit zur gesamten Zeit, die man im Bett verbringt (Werte über 85 % gelten als normal). * 30 Minuten weniger Sitzen: Schon dieser kleine Verzicht zugunsten leichter Bewegung verbessert die objektive Schlafeffizienz messbar. * Dauer schlägt Intensität: Wer sich länger bewegt, schläft schlichtweg länger. Ein Marathon ist für die Schlafqualität weniger entscheidend als regelmäßige Alltagsbewegung.

5. Das Alter-Paradoxon: Warum Senioren „effizienter“ schlafen könnten
Die gängige Lehrmeinung (etwa der Barmer-Quelle) besagt, dass Schlaf im Alter oberflächlicher wird, der Tiefschlafanteil sinkt und man leichter durch Reize wie Lärm gestört wird. Zudem wandelt sich der Mensch oft zur „Lärche“ (Frühtyp) – man geht früher schlafen und wacht früher auf. Doch die Grazer Stichprobe (18–62 Jahre) deckte ein faszinierendes Paradoxon auf: Die Anzahl der nächtlichen Awakenings (Aufwachphasen) nahm mit dem Alter ab, während die Schlafeffizienz sogar stieg. Die Erklärung liegt in der Reduzierung der Bettzeit. Da ältere Menschen oft weniger Schlaf benötigen, verbringen sie weniger „unnötige“ Zeit wachliegend im Bett. Wer seine Zeit im Bett gezielt an das tatsächliche Schlafbedürfnis anpasst, schläft oft konzentrierter und somit effizienter als ein junger Erwachsener, der stundenlang wachliegend mit seinem Smartphone kämpft.

6. Licht als Droge: Das blaue Wunder im Gehirn Licht ist der mächtigste Taktgeber unserer inneren Uhr. In unseren Augen befinden sich spezielle photosensitive Ganglienzellen. Diese sind nicht dazu da, uns Bilder sehen zu lassen; ihre einzige Aufgabe ist es, Helligkeit – insbesondere blaues Licht – zu detektieren, um unsere Uhr zu stellen. Diese Reize landen direkt im Nucleus suprachiasmaticus (SCN), dem „Master-Control-Zentrum“ im Hypothalamus. Blaues Licht, wie es im Tageslicht oder in Displays vorkommt, wirkt wie eine Wachmacher-Droge: Es hemmt das Schlafhormon Melatonin und befeuert die Ausschüttung von Cortisol, Serotonin und Adrenalin. Normalerweise erreicht unser Cortisolspiegel gegen 08:30 Uhr seinen Peak, um uns für den Tag zu rüsten. Wenn wir jedoch abends vor dem Tablet sitzen, gaukeln wir diesen Ganglienzellen einen „digitalen Sonnenaufgang“ vor. Der SCN verschiebt den Rhythmus künstlich nach hinten, die neurologische Ruhephase wird unterdrückt und der Körper bleibt in einem unnatürlichen Stresszustand hängen. Fazit: Den Rhythmus zurückgewinnen Die moderne Schlafmedizin zeigt uns deutlich: Wir sind biologische Wesen in einer technisierten Umwelt. Um die Lebensqualität massiv zu steigern, reichen oft schon kleine Anpassungen: 
Nutzen Sie das echte Tageslicht morgens, um den Cortisol-Peak optimal zu nutzen.
Bauen Sie Bewegung in den Alltag ein – die Dauer ist wichtiger als die sportliche Höchstleistung.  Schaffen Sie eine „digitale Dämmerung“, um dem Gehirn die Melatoninausschüttung zu ermöglichen.
In einer Gesellschaft, die Schlaf oft als Schwäche abtut, müssen wir uns fragen: Welchen Stellenwert geben Sie Ihrer inneren Uhr in einer Welt, die von Ihnen verlangt, sie dauerhaft zu ignorieren?
Weitere Informationen gewünscht? Kontaktieren Sie mich gerne über die Kontaktseite auf dieser Homepage.

Warum die richtige Matratze entscheidend ist
Wer eine Matratze kaufen möchte, steht vor einer riesigen Auswahl.

Doch die wichtigste Frage lautet nicht:
"Welche ist die beste Matratze?", sondern: Welche Matratze passt zu meinem Körper?

Tatsächlich hängt guter Schlaf maßgeblich von der richtigen Unterstützund der Wirbelsäule ab. Genau hier machen viele Käufer einen entscheidenden Fehler-sie verzichten auf eine individuelle Matratzenberatung und setzen auf Standardlösungen.

Warum eine falsche Matratze Ihrer Gesundheit schadet
Eine ungeeignete Matratze kann langfristig ernsthafte Beschwerden verursachen:
   Rückenschmerzen
   Verspannungen in Nacken und Schultern
   Schlechte Schlafqualität
   Häufiges Drehen und Aufwachen

Die größte Herausforderung: Jeder Körper ist anders
Die perfekte Matratze hängt von mehreren individuellen Faktoren ab:
   Körpergewicht 
   Schulter und Beckenbreite
   Persönliche Beschwerden und Gewohnheiten
Deshalb funktioniert eine "One-size-fits-all"-Matratze in der Praxis kaum.

Matratzenberatung. Der wichtigste Schritt beim Matratzenkauf
Eine professionelle Matratzenberatung ist der Schlüssel zu erholsamen Schlaf.
Bei uns im Fachgeschäft wird nicht nur beraten, sondern analysiert:
   Liegeposition in Echtzeit
   Haltung der Wirbelsäule
   Druckpunkte am Körper
   Drehverhalten
   Wohlfühlfaktor

Körpermessung bei Matratzen: Der Gamechanger
Der größte Unterschied zwischen Online-Kauf und Fachberatung ist die Körpervermessung für Matratzen.
Was wird gemessen?
   Nackentiefe
   Abstand Nacken zur Matratze
   Kopfbreite
   Schulterbreite
   Taillenbreite
   Beckenbreite
   Position der Lordose ( Hohlkreuz ) und deren Tiefe
   Einsinkverhalten von Schulter und Becken
   Genaue Ausrichtung der Wirbelsäule

Vorteile der Körpervermessung:
   Perfekte Anpassung an ihren Körper
   Weniger Rückenschmerzen
   Deutlich bessere Schlafqualität
   Vermeiden von Fehlkäufen


Welche Matratze ist die richtige? (Mit Beratung leichter entscheiden)
Mit professioneller Beratung lassen sich die wichtigsten Matratzenarten optimal auswählen:

Kaltschaummatratzen:
   Sehr anpassungsfähig 
   Ideal für underschiedliche Körperzonen

Taschenfederkernmatratzen
   Gute Belüftung
   Stabiler Liegekomfort

Visco-Memoryschaum
   Gute Druckentlastung
   

Online vs. Fachgeschäft: Was ist besser für den Matratzenkauf?

Online kaufen:
   Große Auswahl, oder nur ein Produkt
   Oft niedriger Preiseinstieg
Aber: keine individuelle Anpassung und durchaus nicht günstiger in vergleichbaren Preislagen.

Fachgeschäft mit Beratung:
   Persönliche Analyse
   Körpermessung möglich
   Direktes Probeliegen
   Höhere Trefferquote bei der richtigen Matratze

Fazit: Die beste Matratze ist individuell
Die Suche nach der perfekten Matratze sollte niemals dem Zufall überlassen werden.
   Eine Matratzenberatung hilft, Fehlkäufe zu vermeiden
   Eine Körpervermessung sorgt für maximale Präzision
   Die richtige Matratze verbessert Schlaf und Gesundheit nachhaltig

Kurz gesagt:
Wenn Sie wirklich die beste Matratze für Ihren Schlaf finden wolllen, führt kein Weg an Beratung und Vermessung vorbei. 


Kategorie:  - unbekannt -
Datum: 02.12.2025 18:41:55

Fitness fürs Immunsystem

postimage

Im Winter denken wir öfter über unser Immunsystem nach. Viele fühlen sich schutzlos einem unsichtbaren Feind ausgeliefert. Doch ist das wirklich so?
Der Mensch hat durch die Evolution ein perfektes Schutzsystem gegen Bakterien, Pilzen und auch Viren entwickelt. Ein Schutzsystem, dass sich ständig den neuen Anforderungen anpasst. 
Wie ist unser Immunsystem aufgebaut?

  • Knochenmark Hier werden die Abwehrzellen gebildet
  • Lymphsystem mit den dazugehörigen Lymphknoten
  • Milz hier werden alte und fehlerhafte Blutzellen abgebaut
  • Gaumen- und Rachenmandeln für die Abwehr von Krankheitserregern, die über Mund und Nase aufgenommen werden.
  • Schleimhaut-assozierte Lymphgewebe im Bereich des Dünndarms gegen Fremdstoffe 
  • Das Blut mit seinen Abwehrzellen Leukozyten und Grannulozyten

Eine besondere Bedeutung bei der Immunabwehr kommt dem Darm zu, da 80% der ersten Abwehrlinien im Darm angesiedelt sind.

Was können wir tun, um unsere bereits gute Abwehr noch weiter zu optimieren?
Der erste Faktor dafür liegt auf der Hand, da dem Darm eine sehr große Bedeutung bei der Immunabwehr zukommt. 
Somit ist der erste Schritt zur Verbesserung der Immunabwehr eine gesunde und ballaststoffreiche Ernährung. Hier ist der Verzicht auf Zucker, oder die deutliche Reduzierung, ein wesentlicher Beitrag, da durch den Zucker im Darm " falsche " Bakterienkulturen sich im Darm breit machen. Obst ist in diesem Zusammenhang auch nicht bedingungslos positiv, jedoch essen die meisten Menschen eher zu wenig Obst. Gemüse sollte deutlich mehr gegessen werden. Hier sind die Ballaststoffe, der Wassergehalt und die Nährstoffe eine gute Hilfe für das Immunsystem.

Ein weiterer Baustein zur Stärkung des Immunsystems ist die ausreichende Bewegung. Besonders Ausdauersportarten sind hier eine große Hilfe. Sie stärken das Herz, die Lunge und so können Phasen von Angriffen auf unseren Körper leichter abgewendet werden. Allerdings sollte die Belastung beim Training im aeroben Bereich liegen, also in dem Bereich bei dem man sich noch gut Unterhalten kann. Training im anaeroben Bereich kann in der Anpassungsphase das Immunsystem kurzfristig sogar angreifbarer machen.

Ein weiterer wichtiger Baustein zur Stärkung des Immunsystems ist ausreichender und guter Schlaf wie sich bereits in dem Spruch: Schlafen ist die beste Medizin zeigt. In einer großen Studie an der Universität Tübingen wurde belegt, dass Schlaf sich positiv auf die  Arbeit bestimmter Abwehrzellen ( den T-Zellen ) auswirkt.Die Studie belegt, dass während des Schlafes die Ausbildung des ( erworbenen ) Immunsystems und die Immungedächtnisbildung gefördert wird.
https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/das-klinikum/pressemeldungen/153
So ist es auch zu erklären, dass Schlafmangel das Erkältungsrisiko erhöht. Interessant ist auch, dass Impfungen, die am Nachmittag durchgeführt weden wirksamer sind und Impfungen mit anschließendem Schlafentzug deutlich wirkungsloser sind.

Wir sehen als, der Mensch ist vielen Angriffen von außen nicht Schutzlos ausgeliefert, jedoch können wir auch vieles zur Unterstützung des Immunsystemes beitragen.

Wir als Bettenfachgeschäft wünschen Ihnen den guten und erholsamen Schlaf den Sie zur Stärkung Ihres Immunsystemes brauchen. 

Ihr Präventologe 
Jan Lienenkämper


Kategorie:  - unbekannt -
Datum: 21.10.2021 16:18:34

Tipps zum Matratzenkauf

postimage

Augen auf beim Matratzenkauf!
Im Schnitt alle acht bis zehn Jahre sollte man sich eine neue Matratze zulegen. Egal ob Federkern, Latex, Kaltschaum oder andere Materialien:
Wichtig ist, dass die Matratze individuell passt.

Doch wie finde ich die richtige Matratze? Neben den Kriterien wie Größe und Gewicht, sind natürlich auch die Körperkonturen und die Schlafgewohnheiten zu berücksichtigen. So braucht ein Seitenschläfer mit einer breiten Schulter, eine ganz andere Matratze, als ein Rückenschläfer mit breitem Becken. Um diese wichtigen Konturmaße zu ermitteln, gibt es in guten Fachgeschäften, wie auch bei uns, Messsysteme, die diese Werte ermitteln.

Die Wirbelsäule sollte gerade liegen

Wenn die Wirbelsäule gerade liegt, oder sich in der Rückenlage in der natürlichen Lage befindet, so können die Bandscheiben leichter und gleichmäßig Flüssigkeit aufnehmen. Die Muskeln können sich entspannen. Das beugt Verspannungen vor und sorgt für guten Schlaf.

Die passende Matratze finden

Wer sich an eine Handvoll Grundregeln hält, wird zielsicher eine individuell passende Matratze finden.
Beispiel: Je leichter man ist, desto weicher darf eine Matratze sein-und umgekehrt. Eine gute Matratze ist in Zonen eingeteilt. Vor allem Hüfte und Schultern müssen einsinken, die Lordose, das ist das sogenannte Hohlkreuz, sollte gestützt werden.
Probieren Sie beim Probeliegen unbedingt die Schlafposition aus, in der Sie auch schlafen. 
Bei Körperkontur Unterschieden von über 10 cm zwischen Schulterbreite und Taille, ist ein guter Lattenrost unbedingt zu empfehlen.

Fehler vermeiden

Lassen Sie sich nicht von den sogenannten Wendematratzen in die Irre führen. Leichtere Personen haben dadurch, dass die Hälfte der Matratze fest ist, zu wenig Möglichkeiten einzusinken.
Schwerere Personen liegen schnell in einer Kuhle, da die Matratze ja auf der Unterseite zur Hälfte für Sie viel zu weich ist. Meist merkt man dies bereits nach einigen Wochen.

Kompetenz Zentrum 
Gesunder Schlaf
Bettenhaus Lienenkämper

zum Seitenanfang